(AvH) Eine kleine Bürgerinitiative aus dem Norden Düsseldorfs hat geschafft, wofür andere Jahre oder Jahrzehnte benötigen: Ihr Anliegen öffentlich zu machen und ihre Vorstellungen zu 100 Prozent durchzusetzten, in diesem Fall: Radfahrer an den Wegen entlang es Rheins dauerhaft auszubremsen, um einigen betagten Fußgängern, die sich in geschlossener Formation auf dem rund drei Meter breiten Weg im Schneckentempo vorwärtsbewegen, die Vorfahrt bei der Nutzung des Weges zu geben. Als langjähriger Bürger der Stadt wundert man sich über die Schnelligkeit der Stadt, im speziellen des Amtes für Verkehrsmanagement, das sich bei Anfragen über defekte Ampeln, versperrte Radwege im Süden Düsseldorfs durchaus auch mal zwei, bis drei Wochen Zeit für eine knappe Antwort nimmt. Anders in Wittlear und Kaiserswerth. Hier wohnen die Reichen, die Einflußreichen, die es geschickt verstehen, die Düsseldorfer Provinzmedien für ihr Anliegen zu instrumentalisieren und ihre Ziele durchzusetzen verstehen. Schade, denn das Signal: “Vorfahrt für Rentner und Menschen mit Rollator an den Rheinwegen” ist falsch für eine Stadt, die sich gern als weltoffen, Familien- und Fahrradfreundlich beschreibt.
Radfahren: Der Norden hat das Geld und die Macht
Veröffentlicht in Politik ohne Plan, Uncategorized mit den Tags Kaiserswerth, Radfahrer, Wittlear am Oktober 23, 2009 von dorfnachrichtenReitzensteinkaserne: Wohnen für Reiche?
Veröffentlicht in Uncategorized am Oktober 12, 2009 von dorfnachrichten(AvH) Vor einigen Wochen berichtete die Rheinische Post in ihrer Samstagsausgabe im Düsseldorfteil ausführlich über die Bebauung des rund 230.000 Quadratmeter großen Kasernengeländes. Es hätte alles, was Wohnungssuchende in Düsseldorf in Bewegung setzen müsste: Innenstadtnah, gut an das Verkehrsnetz angeschlossen, mit viel Grün durchsetzt. 3.000 Menschen sollen in den neuen Wohnquartieren Platz finden – offenbar Menschen, mit gefülltem Portemonaie. Am Samstag in der Rheinischen Post im Immobilienteil fand sich die Anzeige eines stadtbekannten Immobilienmaklers: Ab 700.000 EUR können sich Interessenten ein Grundstück auf dem Gelände kaufen . . . . eine Summe, die Düsseldorfer Durchschnittsfamilien wohl nur durch einen Lottogewinn oder eine Erbschaft aufbringen werden können. Das eigene Häuschen im Grünen mit Anschluß an die Stadt dürfte für Normalverdiener auch weiter ein Traum bleiben.
Kalte Schlangen im Himmelsbüro
Veröffentlicht in Uncategorized mit den Tags Anwälte, Masters of the Universe, McKinsey, Schlangen, Sky-Office am September 23, 2009 von dorfnachrichten(jm) Hört hört, es gibt ein neues Haus. Und weil Dörfer gerne prunken, wird es trotz bescheidener Etagenzahl als Hochhaus gefeiert und Himmelsbüro getauft, pardon, Sky Office; woraus man schließen kann, dass der Himmel in Düsselforf grad 89 Meter hoch ist – na ja, eben ein Dorfhimmel. Und für wen ist die Hütte? Für die Masters of the Universe, Superberater und Superanwälte, die die Welt so am Laufen halten, das bei jeder Drehung was für sie abfällt.
Aber wer ahnt schon, was das für erbärmliche Menschlein sind, zitternd in einer Welt voller selbst gemachter Kälte. Die brauchen man ein warmes Nest ganz nah am Himmel: 26 Grad soll die Temperatur im Möchte-Gern-Hochhaus sein, nur die sogenannten Mackies sind heldenhaft und begnügen sich mit 24 Grad! Und da läuft garantiert keiner nackt oder mit kurzen Ärmeln rum, ohne ein geknotetes Halsbändchen kriegt man da sicher keinen Platz.
Für meinen Freund Herrn P gehört das aber nur zur Verkleidung. Schlangen sind das, ruft er mir zu, die unangekündigte achte Plage, alles verschlingend, aber nicht lebensfähig in jeder Wirklichkeit, die sie nicht steuern können. Wechselwarme halt, die frieren und platzen würden, kämen sie der kalten Erde nahe – und erst beweglich sind bei 26 Grad – oder, wie die besonders bissigen, bei 24 Grad.
www.duesselDORF…
Veröffentlicht in Dorf der Defizite, Freizeitfrust mit den Tags Integrationspolitik, Stadtmarketing am September 14, 2009 von dorfnachrichten(sv) Obwohl Ddorf als Werbestadt bekannt ist, wird www.duesseldorf.de in der Branche vermutlich keine Preise gewinnen. Und während der geduldige Normalverbraucher hier noch die eine oder andere hiflreiche Info finden kann (zB Formulare und Ämter), finden Ausländer auf der Webseite unserer “Weltstadt” wohl kaum wirkliche Orientierung…
Fragen eines lesenden Einwohners
Veröffentlicht in Uncategorized am September 11, 2009 von dorfnachrichten(jm) Arena und ISS Dome sind ja angeblich notwendige Schmuckstücke der Stadt. Schmuck ist teuer, aber für wen? Und wer verdient daran, wem gehören die Klunker? Hier ein paar einfache Fragen, auf die ich noch keine einfachen Antwort erhalten habe:
Wie viel Umsatz macht die Arena, wer verdient daran, wie viel kostet sie alles in allem den Steuerzahlern? Und wem gehört der Laden, rechtlich und wirklich?
ISS Dom: Wie viel Umsatz macht die Halle, wer verdient daran, wie viel kostet er alles in allem den Steuerzahlern? Und wem gehört der Laden, rechtlich und wirklich? Wer trägt das Unternehmensrisiko?